{"id":622,"date":"2024-09-19T16:09:48","date_gmt":"2024-09-19T16:09:48","guid":{"rendered":"https:\/\/hilfswerk-st-godehard.de\/hsg\/?page_id=622"},"modified":"2024-10-03T19:28:59","modified_gmt":"2024-10-03T19:28:59","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hilfswerk-st-godehard.de\/?page_id=622","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<div id=\"cs-content\" class=\"cs-content\"><div class=\"x-section e622-e1 mha-0 mha-1 mha-2\"><div class=\"x-row x-container max width e622-e2 mha-7 mha-8 mha-a\"><div class=\"x-row-inner\"><div class=\"x-col e622-e3 mha-g mha-h\"><div data-x-element-text-type=\"{&quot;strings&quot;:[&quot;und so aktuell wie 1923.&quot;],&quot;type_speed&quot;:30,&quot;back_speed&quot;:20,&quot;start_delay&quot;:0,&quot;back_delay&quot;:1000,&quot;loop&quot;:false,&quot;show_cursor&quot;:true,&quot;cursor&quot;:&quot;|&quot;}\" class=\"x-text x-text-headline e622-e4 mha-k\"><div class=\"x-text-content\"><div class=\"x-text-content-text\"><h1 class=\"x-text-content-text-primary\">Wir sind 100 Jahre alt \u2013 <span class=\"x-text-typing\"><\/span><\/h1>\n<span class=\"x-text-content-text-subheadline\">Wie alles began.<\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"x-section e622-e5 mha-0 mha-3\"><div class=\"x-row x-container max width e622-e6 mha-7 mha-9 mha-b mha-c\"><div class=\"x-row-inner\"><div class=\"x-col e622-e7 mha-g mha-i\"><div class=\"x-text x-content e622-e8 mha-l\"><p style=\"text-align: justify;\">Die Geschichte des kath. Hilfswerks St. Godehard begann in der Endphase der Inflation nach dem ersten Weltkrieg. Die Inflation und rasante Geldentwertung f&uuml;hrten zu Armut und Elend in der Bev&ouml;lkerung. Das Geld reichte oft nicht f&uuml;r das N&ouml;tigste zum Leben, besondere Ausgaben steigerten die Not ins unbezahlbare. Ein Todesfall in der Familie brachte zur Trauer dann die gro&szlig;e Sorge, wie eine w&uuml;rdige Bestattung zu bezahlen sei.<br \/>In der Gemeinde St. Godehard mit ihren Tochterkirchen in Ricklingen (St. Augustinus) und Davenstedt (Notkirche) reifte der Gedanke, dass mehr als Trostworte und Gebete erforderlich waren, um zu helfen. Die Gemeindemitglieder haben in Gespr&auml;chen und Versammlungen dann beschlossen, eine einfache Satzung zu erarbeiten und das kath. Hilfswerk St. Godehard zu gr&uuml;nden.<\/p>\n<p>Am 15.06.1923 begann das Hilfswerk mit der segensreichen Arbeit um &bdquo;an Freud und Leid Ihrer Mitglieder teilzuhaben&ldquo;.<\/p><\/div><\/div><div class=\"x-col e622-e9 mha-g mha-i mha-j\"><span class=\"x-image e622-e10 mha-o mha-p mha-5\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hilfswerk-st-godehard.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/St.-Godehard.jpg\" width=\"323\" height=\"394\" alt=\"Image\" loading=\"lazy\"><\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"x-section e622-e11 mha-0 mha-1\"><div class=\"x-row x-container max width e622-e12 mha-7 mha-9 mha-b mha-d\"><div class=\"x-row-inner\"><div class=\"x-col e622-e13 mha-g mha-i mha-j\"><span class=\"x-image e622-e14 mha-o mha-q\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hilfswerk-st-godehard.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Notkirche-Davenstedt.jpg\" width=\"316\" height=\"318\" alt=\"Image\" loading=\"lazy\"><\/span><\/div><div class=\"x-col e622-e15 mha-g mha-i\"><div class=\"x-text x-content e622-e16 mha-l mha-m\"><p style=\"text-align: justify;\">Wer Mitglied werden wollte, musste Eintrittsgeld zahlen. Die laufenden Kosten wurden im Umlageverfahren aufgebracht &ndash; dazu gingen Mitglieder des Hilfswerks von Haus zu Haus und sammelten die notwendige Umlage ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die gro&szlig;e Arbeitslosigkeit in den Folgejahren hatten junge Familien, denen ein Kind geboren wurde, ebenfalls gro&szlig;en Sorgen. 1925 wurde daher beschlossen, zur Taufe der Kinder von Mitgliedern ein Taufgeschenk zwischen 50 und 100RM zu zahlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die &auml;lteste Satzung, die im Original erhalten ist, stammt aus dem Jahr 1931. Darin ist geregelt, wer aufgenommen werden konnte &bdquo;Mitglieder der St. Godehard Gemeinde und deren Tochterkirchen, die ihre religi&ouml;sen und kirchlichen Pflichten erf&uuml;llen&ldquo; und wie hoch das Eintrittsgeld war &bdquo;Kinder unter 17 Jahre frei, Erwachsene zwischen 6 und 25 RM&ldquo;.<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"x-section e622-e17 mha-0 mha-4\"><div class=\"x-row x-container max width e622-e18 mha-7 mha-9 mha-b mha-e\"><div class=\"x-row-inner\"><div class=\"x-col e622-e19 mha-g mha-i\"><div class=\"x-text x-content e622-e20 mha-l\"><p style=\"text-align: justify;\">Die Leistung im Sterbefall: &bdquo;Ein Sarg, die Geb&uuml;hren f&uuml;r den Leichenwagen, Totenfrau, Friedhof und kirchliches Begr&auml;bnis einschlie&szlig;lich Sterbeamt, 7 Tagesmesse und 4 Wochenmesse&ldquo;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1935 wurde durch die damalige nationalsozialistische Regierung die Aufl&ouml;sung des Hilfswerks verlangt &ndash; oder der Anschluss an eine Versicherungsgesellschaft ohne religi&ouml;se Bez&uuml;ge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einigen Verhandlungen wurde erlaubt, die Selbstverwaltung auch zuk&uuml;nftig fortzusetzen. Allerdings musste das Hilfswerk dem Regierungspr&auml;sidenten unterstellt werden.<br \/>Einige Satzungs&auml;nderungen wurden notwendig, um den Erfordernissen der Aufsichtsbeh&ouml;rde Gen&uuml;ge zu tun. (Es musste umbenannt werden in &bdquo;Hilfswerk Hannover Linden&ldquo;, und Taufgeschenk wurde &bdquo;Geburtenbeihilfe&ldquo;).<\/p>\n<p>Ein Gutachten musste eingeholt werden um die &bdquo;Lebensf&auml;higkeit&ldquo; des Hilfswerks zu bescheinigen.<\/p><\/div><\/div><div class=\"x-col e622-e21 mha-g mha-i mha-j\"><span class=\"x-image e622-e22 mha-o mha-p mha-6\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hilfswerk-st-godehard.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/St.-Augustinus.jpg\" width=\"315\" height=\"444\" alt=\"Image\" loading=\"lazy\"><\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"x-section e622-e23 mha-0 mha-4\"><div class=\"x-row x-container max width e622-e24 mha-7 mha-9 mha-b mha-f\"><div class=\"x-row-inner\"><div class=\"x-col e622-e25 mha-g mha-i\"><div class=\"x-text x-content e622-e26 mha-l mha-n\"><p>Die Satzung trat am 06.05.1935 in Kraft. Die Leistungen im Sterbefall waren nur geringf&uuml;gig ver&auml;ndert, es ist erw&auml;hnt, dass &bdquo;keine Pflanzendekoration in der Friedhofskapelle&ldquo; vorgesehen ist, daf&uuml;r wurde zus&auml;tzlich zu den oben bereits erw&auml;hnten Leistungen auch &bdquo;das L&auml;uten&ldquo; bezahlt.<br \/>Es wurde ein festgelegter Betrag von 200RM als Sterbegeld eingef&uuml;hrt. Der Betrag f&uuml;r Kinder war (und ist noch) nach Alter gestaffelt. Die oben aufgef&uuml;hrten Leistungen durften den festgelegten Betrag nicht &uuml;bersteigen. Barauszahlungen des Sterbegeldes waren nicht vorgesehen. Das Eintrittsgeld wurde von 6RM bis 15RM gestaffelt erhoben.<br \/>Die laufenden Kosten durften nicht mehr im Umlageverfahren gedeckt werden, es musste ein fester monatlicher Beitrag eingef&uuml;hrt werden, der in Abh&auml;ngigkeit vom Eintrittsalter gestaffelt war - zwischen 0,20RM und 0,90RM monatlich. Mitglieder bis zum Alter von 50 Jahren zahlten zus&auml;tzlich 0,05RM Zuschlag f&uuml;r das Taufgeschenk.<\/p>\n<p>Nach Beendigung des Krieges wurde in einer Generalversammlung am 16.06.1946 der alte Name wieder eingef&uuml;hrt und die Satzung wieder auf den Stand wie vor dem Krieg festgelegt. Das Sterbegeld wurde leicht erh&ouml;ht (auf 250 RM). Das Hilfswerk ist bis heute durch die Aufsichtsbeh&ouml;rde &uuml;berwacht und wir m&uuml;ssen regelm&auml;&szlig;ig ein Gutachten einholen und dem Versicherungsaufsichtsamt vorlegen.<\/p>\n<p>Ab 1952 wurde auf das Eintrittsgeld verzichtet, seit 1963 sind Mitglieder &uuml;ber 80 Jahre beitragsfrei weiterversichert.&nbsp; Der Beitrag und das Sterbegeld wurde in den Folgejahren mehrfach angehoben auf aktuell 713&euro; (bei einfacher Absicherung).&nbsp; In den 60er Jahren wurde das Sterbegeld nicht mehr als Sachleistung erbracht, sondern der vereinbarte Betrag ausgezahlt.<\/p>\n<p>Ab 1967 war es m&ouml;glich, sich mehrfach zu versichern, zun&auml;chst dreifach &ndash; aktuell f&uuml;nffach und damit kann das Sterbegeld auf bis zu 3.565,00 &euro; erh&ouml;ht werden.<\/p>\n<p>Die aktuelle Satzung wurde 2004 beschlossen und genehmigt. Es k&ouml;nnen nun alle Menschen, die sich zum christlichen Glauben bekennen, Mitglied im Hilfswerk St. Godehard werden.<\/p>\n<p>Beitr&auml;ge (monatlich zwischen 0,55 &ndash; 5,15&euro;) und Sterbegeld (713&euro;) sind seit 2004 gleich geblieben. F&uuml;r das Taufgeld wird aktuell kein Beitrag erhoben.<\/p>\n<p>In der j&auml;hrlichen Mitgliederversammlung wird Rechenschaft abgelegt &uuml;ber die Einnahmen und Ausgaben des Hilfswerks.<\/p>\n<p>Die Arbeit des Vorstandes war von Beginn an &ndash; und ist bis heute &ndash; eine ehrenamtliche T&auml;tigkeit. Eine geringe Aufwandsentsch&auml;digung wird nur der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin gezahlt. Es gibt keine Kosten f&uuml;r B&uuml;ros, Dienstwagen oder Aktion&auml;re. Die Beitr&auml;ge sichern die Beerdigungskosten der aktuell verstorbenen Mitglieder.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Diese Tradition der gegenseitigen Hilfe ist aktuell so n&ouml;tig wie vor 100 Jahren.<\/strong><\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><span data-x-element-responsive-text=\"{&quot;selector&quot;:&quot;.h-responsive .x-text-content-text-primary&quot;,&quot;compression&quot;:&quot;1.25&quot;,&quot;minFontSize&quot;:&quot;36px&quot;,&quot;maxFontSize&quot;:&quot;56px&quot;}\" class=\"e622-e27\"><\/span><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind 100 Jahre alt \u2013 Wie alles began.Die Geschichte des kath. Hilfswerks St. Godehard begann in der Endphase der Inflation nach dem ersten Weltkrieg. Die Inflation und rasante Geldentwertung f&uuml;hrten zu Armut und Elend in der Bev&ouml;lkerung. Das Geld reichte oft nicht f&uuml;r das N&ouml;tigste zum Leben, besondere Ausgaben steigerten die Not ins unbezahlbare. 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